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Lifestyle

Vegane Marken von Fleisch- und Milchkonzernen: kaufen oder meiden?

Noah Bergmann
Blick auf ein Supermarkt-Kühlregal mit pflanzlichen Produkten ohne Markenlogos: Tofublöcke, vegane Würstchen und Burger-Patties in schlichten Verpackungen, Haferdrinks in Kartons, im Vordergrund ein Weidenkorb mit einem Block Tofu und frischer Petersilie

Du stehst vor dem Kühlregal, in der Hand eine Packung veganer Nuggets. Auf der Rückseite steht ein Firmenname, den du kennst – vielleicht von der Wursttheke ein paar Meter weiter. Und plötzlich ist da die Frage: Unterstütze ich mit diesem Kauf gerade ein Unternehmen, dessen Hauptgeschäft ich gar nicht unterstützen möchte?

Diese Frage stellen sich viele, die pflanzlich essen. Und sie wird immer wichtiger. In den letzten Jahren haben Fleisch-, Milch- und Lebensmittelkonzerne viele Veggie-Marken gegründet oder gekauft. Gleichzeitig haben es junge, rein pflanzliche Firmen gerade schwer.

Dieser Artikel sortiert die Fakten: Wem gehören die bekannten veganen Marken? Was spricht dafür, bei ihnen zuzugreifen – und was dagegen? Und wie findest du deine eigene Antwort, ohne bei jedem Einkauf eine Grundsatzentscheidung treffen zu müssen? Vorweg: Die eine richtige Antwort gibt es nicht. Aber es gibt gute Gründe für beide Wege und ein paar einfache Fragen, die dir die Entscheidung leichter machen.

Wem gehören die bekannten veganen Marken?

Die Übersicht zeigt Marken, die du in deutschen Supermärkten häufig siehst. Alle Angaben haben wir mit den Quellen am Ende des Artikels abgeglichen. Weil sich Besitzverhältnisse schnell ändern, gilt: Stand Oktober 2026.

Marke Gehört zu Kerngeschäft des Eigentümers Seit
The Vegetarian Butcher Vivera, Teil von JBS Fleisch 2025
Vivera JBS Fleisch 2021
Rügenwalder Mühle Pfeifer & Langen (Mehrheit) Zucker und Snacks 2024
Alpro Danone Milchprodukte und Lebensmittel 2017
Simply V Hochland Käse eigene Marke
Garden Gourmet Nestlé Lebensmittel aller Art eigene Marke
Berief Unternehmensgruppe Theo Müller Milchprodukte vereinbart 2026, unter Vorbehalt
Like Livekindly Collective nur pflanzlich 2020
Greenforce Livekindly Collective nur pflanzlich Übernahme läuft (2026)
Taifun Stiftung (Gründeranteile) nur pflanzlich 2014

Grob lassen sich die Eigentümer in drei Gruppen teilen.

Fleischkonzerne. Am deutlichsten ist es bei The Vegetarian Butcher und Vivera. Beide gehören zum brasilianischen Fleischkonzern JBS, einem der größten der Welt. Vivera kaufte JBS im Jahr 2021 (Beef Central). The Vegetarian Butcher kam 2025 dazu, als Unilever die Marke an Vivera verkaufte (The Plant Base). Auch deutsche Fleischunternehmen haben eigene Veggie-Linien aufgebaut: Tönnies bündelte seine Veggie-Marken 2021 unter dem Namen Vevia 4 You (top agrar), die Wiesenhof-Mutter PHW startete 2020 die Pflanzenmarke Green Legend (yumda).

Milch- und Lebensmittelkonzerne. Alpro gehört seit 2017 zu Danone (FoodNavigator), Simply V zum Käsehersteller Hochland (top agrar) und Garden Gourmet zu Nestlé (yumda). Im Mai 2026 hat die Unternehmensgruppe Theo Müller – bekannt für Müllermilch – vereinbart, den Pflanzendrink- und Tofu-Hersteller Berief zu übernehmen. Abgeschlossen ist das erst, wenn die Wettbewerbsbehörden zustimmen (Unternehmensgruppe Theo Müller; mehr dazu in unserer Meldung zur Berief-Übernahme).

Rein pflanzliche Unternehmen. Like gehört seit 2020 vollständig dem Livekindly Collective, das ausschließlich pflanzliche Marken führt (Lebensmittel Praxis). Livekindly übernimmt gerade auch das Münchner Unternehmen Greenforce; laut Lebensmittel Praxis stand der Abschluss im Oktober 2026 kurz bevor (Lebensmittel Praxis; siehe auch unsere Meldung zu Greenforce). Taifun aus Freiburg hat einen eigenen Weg gewählt: Gründer Wolfgang Heck brachte 2014 alle seine Anteile in eine Unternehmensstiftung ein (Taifun).

Sonderfall Rügenwalder Mühle

Die Rügenwalder Mühle passt in keine Schublade. Das traditionsreiche Familienunternehmen war lange vor allem für Wurst bekannt. Schon 2016 meldete das Unternehmen, dass das fleischfreie Sortiment 20 Prozent des Umsatzes ausmachte (Lebensmittel Praxis). 2021 verkaufte Rügenwalder dann erstmals mehr fleischfreie als Fleischprodukte (vegconomist). 2024 genehmigte die EU-Kommission die Übernahme der Mehrheit durch Pfeifer & Langen. Das ist kein Fleischkonzern, sondern eine Kölner Gruppe, die vor allem für Zucker (Diamant) und Kartoffelchips (Funny-Frisch) steht (Lebensmittel Praxis).

Und die Eigenmarken der Supermärkte?

Bei Eigenmarken wie Vemondo von Lidl ist meist nicht öffentlich, wer die Produkte tatsächlich herstellt. Das liegt am Lebensmittelrecht: Auf der Packung muss das Unternehmen stehen, unter dessen Namen das Produkt verkauft wird (LMIV, Artikel 8 und 9). Bei Eigenmarken ist das der Händler. Dahinter kann ein Fleischverarbeiter stecken, eine Molkerei oder ein rein pflanzlicher Betrieb.

Was für den Griff ins Regal spricht

Dein Kauf ist ein Signal, das ankommt

Unternehmen richten sich nach dem, was sich verkauft. Die Rügenwalder Mühle zeigt, wie stark sich eine Firma dadurch verändern kann: Aus einem Wursthersteller wurde in wenigen Jahren ein Unternehmen, das mehr fleischfreie als Fleischprodukte verkauft. Und das Wachstum geht weiter. Nach eigenen Angaben stieg der Absatz 2025 um 4,6 Prozent und im ersten Quartal 2026 um 8,5 Prozent (Lebensmittel Praxis). Solche Zahlen sehen auch andere Hersteller. Jede Packung, die du kaufst, fließt in genau diese Statistiken ein.

Reichweite und bessere Preise

Große Hersteller und Händler bringen pflanzliche Produkte in fast jeden Supermarkt, auch dorthin, wo es keinen Bioladen gibt. Und sie können über die Menge den Preis senken. Lidl hat im Oktober 2023 die Preise für rund 45 Produkte seiner veganen Eigenmarke Vemondo im Schnitt um 23 Prozent gesenkt, auf das Niveau der tierischen Vergleichsprodukte (Fleischwirtschaft). Davon profitieren vor allem Menschen, die gerade erst anfangen, pflanzlich zu essen. Für sie gibt der Preis oft den Ausschlag.

Pflanzlich ist noch eine kleine Nische

Die Produktion von Fleischersatz in Deutschland hat sich seit 2019 mehr als verdoppelt: von 60.400 auf 124.900 Tonnen im Jahr 2025. Im vergangenen Jahr sank sie allerdings erstmals leicht, um 1,2 Prozent. Und der Wert der Fleischproduktion ist mit gut 45 Milliarden Euro noch immer rund 70-mal so hoch wie der des Fleischersatzes (Destatis). Immerhin liegt die Fleischproduktion mit 6,9 Millionen Tonnen deutlich unter ihrem Höchststand von 8,3 Millionen Tonnen im Jahr 2016 (Destatis).

Auch der Handel bestätigt das Bild. Pflanzliche Alternativen setzten in deutschen Supermärkten 2025 rund 1,71 Milliarden Euro um, 3,1 Prozent mehr als im Vorjahr. Bei pflanzlichem Fleisch blieb der Umsatz mit 751 Millionen Euro aber stabil (GFI Europe). Spannend: Die günstigen Eigenmarken verloren dabei 7 Prozent Absatz, obwohl sie im Schnitt 38 Prozent billiger waren als Markenprodukte. Der Absatz der Marken stieg dagegen leicht. Der Preis allein entscheidet also nicht. GFI Europe deutet das so, dass viele Eigenmarken bei Geschmack und Textur noch nicht überzeugen. Kräftig gewachsen sind dagegen die Klassiker: Von Tofu, Tempeh und Seitan wurde 2025 rund 30 Prozent mehr verkauft.

Bei diesen Größenordnungen gilt: Jeder Kauf, der ein tierisches Produkt ersetzt, verschiebt das Verhältnis ein kleines Stück – ganz gleich, wem die Marke gehört.

Was dagegen spricht

Das Geld landet im ganzen Konzern

Gewinne aus einer Veggie-Marke fließen in den Gesamtkonzern und damit auch in sein Kerngeschäft. Wer mit dem eigenen Einkauf gezielt rein pflanzliche Unternehmen stärken möchte, erreicht das bei Marken großer Fleisch- oder Milchkonzerne nicht. Für manche ist das der wichtigste Grund, genauer hinzuschauen.

Veggie ist für Konzerne ein Standbein unter vielen

Für große Unternehmen ist eine Veggie-Marke oft eine von vielen Wetten auf die Zukunft. Und Wetten werden auch beendet. JBS schloss 2022 seine US-Pflanzenfleischfirma Planterra (FoodNavigator). Unilever verkaufte 2025 The Vegetarian Butcher. Als Grund nannte der Konzern, dass Lieferkette und Forschung der Marke schwer in das übrige Lebensmittelgeschäft passten (vegconomist). Danone nahm im August 2025 seine Pflanzenmarke Provamel in Deutschland vom Markt, um sich auf Alpro zu konzentrieren (FoodBev).

Die Produkte verschwinden dabei nicht immer: The Vegetarian Butcher gibt es weiterhin, Alpro auch. Es zeigt aber, dass die Zukunft einer Veggie-Marke im Konzern davon abhängt, wie gut sie ins Gesamtgeschäft passt.

Vielfalt im Regal braucht Käuferinnen und Käufer

Rein pflanzliche Firmen haben es derzeit schwer. Die Planethic Group AG (vormals Veganz Group AG) befindet sich seit August 2026 in einem Insolvenzverfahren in Eigenverwaltung; der Geschäftsbetrieb läuft laut Unternehmen weiter (Planethic Group). Greenforce nahm laut Branchenpresse im Dezember 2025 kurzfristig neues Kapital auf, um den Geschäftsbetrieb zu sichern, und wird jetzt übernommen (vegconomist).

Ob große Konzerne kleine Anbieter verdrängen oder den Markt für alle vergrößern, ist bisher nicht mit belastbaren Daten untersucht. Klar ist aber: Unabhängige Hersteller gibt es nur so lange, wie ihre Produkte gekauft werden.

Drei Fragen für deinen nächsten Einkauf

Zwischen „ist doch egal“ und „nur noch Bioladen“ gibt es einen entspannten Mittelweg. Diese drei Fragen helfen dir dabei:

1. Was ersetzt dieser Kauf? Landet die Veggie-Bratwurst auf dem Grill deiner Freunde oder im Einkaufswagen deiner Familie statt einer Fleischwurst, ist das ein direkter Effekt – egal, wem die Marke gehört. Manchmal ist gerade die bekannte Marke das, was skeptische Menschen zum ersten Mal probieren.

2. Gibt es eine Alternative, die für dich genauso gut funktioniert? Bei Grundprodukten wie Linsen, Kichererbsen, Tofu oder Seitan spielt die Markenfrage eine kleinere Rolle. Sie haben kurze Zutatenlisten und liefern Eiweiß oft günstiger als Fertigprodukte. Das zeigt auch unser Test der Fleischalternativen. Wie unterschiedlich Tofu sein kann, liest du in Tofu-Arten erklärt.

3. Wer steckt dahinter? Ein Blick auf die Packung zeigt dir das Unternehmen, unter dessen Namen das Produkt verkauft wird. Bei Markenprodukten kommst du so meist schnell zum Eigentümer. Unsere Tabelle oben ist ein guter Startpunkt. Für den aktuellen Stand lohnt sich eine kurze Suche nach dem Markennamen und dem Wort „Übernahme“.

Und: Gut ist besser als perfekt. Du musst nicht jedes Produkt durchleuchten. Viele wählen einen Mittelweg: Grundprodukte als Basis, bei denen die Markenfrage kaum eine Rolle spielt, und bekannte Marken dort, wo sie den Alltag leichter machen – oder Freunde und Familie zum Mitessen einladen. Was in eine pflanzliche Grundausstattung gehört, steht in unserer veganen Einkaufsliste.

Fazit: Dein Einkauf zählt – auf mehr als eine Weise

Ob du Veggie-Marken großer Fleisch- und Milchkonzerne kaufst, ist eine Frage deiner Prioritäten, nicht von richtig oder falsch. Jeder Kauf, der ein tierisches Produkt ersetzt, schiebt den Markt ein Stück in die pflanzliche Richtung. Und jeder Kauf bei einem unabhängigen Hersteller hilft, dass es diese Vielfalt im Regal weiter gibt. Beides lässt sich gut verbinden.

Und wenn du schon genauer hinschaust: Wer die Zutaten hinter Schokolade, Kaffee und Cashews erntet, erfährst du in Vegan ist nicht automatisch fair. Wer Pflanzendrinks vergleichen möchte, findet Hilfe im Pflanzenmilch-Vergleich, für Käse gibt es unseren Test veganer Käsealternativen.

Quellen

  • Lebensmittel Praxis (2024). Pfeifer & Langen darf Rügenwalder Mühle übernehmen. lebensmittelpraxis.de
  • Lebensmittel Praxis (2016). Rügenwalder Mühle: Veggie pusht Umsatz. lebensmittelpraxis.de
  • vegconomist (2022). Germany’s Rügenwalder Mühle Sold More Meat-Free Than Meat Products in 2021. vegconomist.com
  • Lebensmittel Praxis (2026). Rügenwalder Mühle meldet kräftiges Plus bei Fleischalternativen. lebensmittelpraxis.de
  • The Plant Base (2025). Vivera and The Vegetarian Butcher reveal new joint organisation identity following acquisition. theplantbasemag.com
  • vegconomist (2025). Unilever completes sale of The Vegetarian Butcher to Vivera. vegconomist.com
  • Beef Central (2021). JBS concludes deal to buy Europe’s Vivera plant-based food manufacturer. beefcentral.com
  • FoodNavigator (2017). Danone completes acquisition of WhiteWave to create DanoneWave. foodnavigator.com
  • top agrar (2025). Hochland setzt auf veganen Käse. topagrar.com
  • yumda. Hähnchen und Schweinefleisch aus Pflanzen. yumda.com
  • Unternehmensgruppe Theo Müller (2026). Strategic acquisition planned in a growing market: Unternehmensgruppe Theo Müller set to acquire Berief Food. muellergroup.com
  • Lebensmittel Praxis (2020). Übernahme von LikeMeat: Von 51 auf 100 Prozent. lebensmittelpraxis.de
  • vegconomist (2026). LIVEKINDLY Collective Acquires German Plant-Based Brand Greenforce. vegconomist.com
  • Lebensmittel Praxis (2026). Livekindly Collective übernimmt niederländischen Hersteller Dalco Food. lebensmittelpraxis.de
  • Taifun-Tofu GmbH. The history of Taifun-Tofu. taifun-tofu.de
  • top agrar (2021). Tönnies expandiert bei Veggie – Böklunder verdoppelt Produktion. topagrar.com
  • yumda (2020). „Green Legend“ ist die pflanzliche Antwort auf Fleisch. yumda.com
  • Statistisches Bundesamt (2026). Nach jahrelangem Anstieg: Fleischersatz-Produktion sinkt 2025 um 1,2 % gegenüber dem Vorjahr. Pressemitteilung Nr. N033 vom 18. Mai 2026. destatis.de
  • Statistisches Bundesamt (2026). Fleischproduktion im Jahr 2025 nahezu unverändert. Pressemitteilung Nr. 049 vom 13. Februar 2026. destatis.de
  • Good Food Institute Europe (2026). Plant-based food: Germany remains Europe’s largest market. gfieurope.org
  • Fleischwirtschaft (2023). Alt protein: German retailer Lidl slashes prices on vegan products. fleischwirtschaft.de
  • FoodNavigator (2022). JBS pulls plug on Planterra Foods US plant-based meat operation. foodnavigator.com
  • FoodBev Media (2025). Danone discontinues Provamel brand in Germany to focus on Alpro. foodbev.com
  • Planethic Group AG (2026). Planethic Group AG: Amtsgericht eröffnet Insolvenzverfahren in Eigenverwaltung. pressetext. pressetext.com
  • Verordnung (EU) Nr. 1169/2011 betreffend die Information der Verbraucher über Lebensmittel (LMIV). Amtsblatt der EU. eur-lex.europa.eu
Geprüfte Quellen (25)

Jede Quelle verweist auf die Originalarbeit. PubMed- und DOI-Links werden vor jeder Veröffentlichung automatisiert geprüft.

  1. Pfeifer & Langen darf Rügenwalder Mühle übernehmen — Lebensmittel Praxis · 2024
  2. Rügenwalder Mühle: Veggie pusht Umsatz — Lebensmittel Praxis · 2016
  3. Germany's Rügenwalder Mühle Sold More Meat-Free Than Meat Products in 2021 — vegconomist · 2022
  4. Rügenwalder Mühle meldet kräftiges Plus bei Fleischalternativen — Lebensmittel Praxis · 2026
  5. Vivera and The Vegetarian Butcher reveal new joint organisation identity following acquisition — The Plant Base · 2025
  6. Unilever completes sale of The Vegetarian Butcher to Vivera — vegconomist · 2025
  7. JBS concludes deal to buy Europe's Vivera plant-based food manufacturer — Beef Central · 2021
  8. Danone completes acquisition of WhiteWave to create DanoneWave — FoodNavigator · 2017
  9. Hochland setzt auf veganen Käse — top agrar · 2025
  10. Hähnchen und Schweinefleisch aus Pflanzen — yumda
  11. Strategic acquisition planned in a growing market: Unternehmensgruppe Theo Müller set to acquire Berief Food — Unternehmensgruppe Theo Müller · 2026
  12. Übernahme von LikeMeat: Von 51 auf 100 Prozent — Lebensmittel Praxis · 2020
  13. LIVEKINDLY Collective Acquires German Plant-Based Brand Greenforce — vegconomist · 2026
  14. Livekindly Collective übernimmt niederländischen Hersteller Dalco Food — Lebensmittel Praxis · 2026
  15. The history of Taifun-Tofu — Taifun-Tofu GmbH
  16. Tönnies expandiert bei Veggie – Böklunder verdoppelt Produktion — top agrar · 2021
  17. „Green Legend“ ist die pflanzliche Antwort auf Fleisch — yumda · 2020
  18. Nach jahrelangem Anstieg: Fleischersatz-Produktion sinkt 2025 um 1,2 % gegenüber dem Vorjahr — Statistisches Bundesamt (Destatis) · 2026
  19. Fleischproduktion im Jahr 2025 nahezu unverändert — Statistisches Bundesamt (Destatis) · 2026
  20. Plant-based food: Germany remains Europe's largest market — Good Food Institute Europe · 2026
  21. Alt protein: German retailer Lidl slashes prices on vegan products — Fleischwirtschaft · 2023
  22. JBS pulls plug on Planterra Foods US plant-based meat operation — FoodNavigator · 2022
  23. Danone discontinues Provamel brand in Germany to focus on Alpro — FoodBev Media · 2025
  24. Planethic Group AG: Amtsgericht eröffnet Insolvenzverfahren in Eigenverwaltung — Planethic Group AG (pressetext) · 2026
  25. Verordnung (EU) Nr. 1169/2011 betreffend die Information der Verbraucher über Lebensmittel (LMIV) — Amtsblatt der Europäischen Union · 2011

Häufige Fragen

Gehört die Rügenwalder Mühle zu einem Fleischkonzern?
Nein. Die Mehrheit gehört seit 2024 der Kölner Pfeifer & Langen-Gruppe, die vor allem für Zucker (Diamant) und Kartoffelchips (Funny-Frisch) bekannt ist. Die Rügenwalder Mühle selbst war lange ein klassischer Wursthersteller und verkauft seit 2021 mehr fleischfreie als Fleischprodukte.
Welche veganen Marken gehören zu Fleischkonzernen?
Am bekanntesten sind The Vegetarian Butcher und Vivera: Beide gehören zum brasilianischen Fleischkonzern JBS. Auch Tönnies (Vevia 4 You, seit 2021) und die Wiesenhof-Mutter PHW (Green Legend, seit 2020) haben eigene Veggie-Marken aufgebaut. Viele andere Marken gehören Milch- oder Lebensmittelkonzernen, etwa Alpro (Danone), Simply V (Hochland) oder Garden Gourmet (Nestlé). Stand: Oktober 2026.
Welche veganen Marken sind unabhängig?
Rein pflanzliche Unternehmen gibt es weiterhin, zum Beispiel Taifun aus Freiburg, dessen Gründer seine Anteile 2014 in eine Stiftung eingebracht hat. Like gehört dem Livekindly Collective, das ausschließlich pflanzliche Marken führt. Unabhängig heißt dabei nicht automatisch klein: Auch rein pflanzliche Firmen werden gekauft und verkauft.
Wer stellt Eigenmarken wie Vemondo von Lidl her?
Das ist meist nicht öffentlich. Auf der Packung muss das Unternehmen stehen, unter dessen Namen das Produkt verkauft wird, bei Eigenmarken also der Händler. Der tatsächliche Hersteller kann ein Fleischverarbeiter, eine Molkerei oder ein rein pflanzlicher Betrieb sein.
Ist es falsch, vegane Produkte von Fleischkonzernen zu kaufen?
Nein, es ist eine Frage deiner Prioritäten. Jeder Kauf, der ein tierisches Produkt ersetzt, stärkt die pflanzliche Nachfrage, egal wem die Marke gehört. Wer zusätzlich die Vielfalt unabhängiger Hersteller fördern möchte, greift dort zu ihnen, wo es für den eigenen Alltag gut passt.

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