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Ein neuer ProVeg-Report zeichnet ein differenziertes Bild des pflanzlichen Marktes: Während klassische Fleischalternativen an Schwung verlieren, gelten Pflanzendrinks als stabil und zutatenbasierte Proteine wie Tofu, Tempeh und Hülsenfrüchte als klare Wachstumstreiber.
Zum Welttag der Lebensmittelsicherheit am 7. Juni legt die WHO erstmals seit 2015 neue Schätzungen vor: Unsichere Lebensmittel verursachen jährlich rund 866 Millionen Erkrankungen und etwa 1,5 Millionen Todesfälle (Daten 2021). Kinder unter fünf Jahren tragen fast ein Drittel der Krankheitslast.
Eine Meta-Analyse von zwölf Langzeitstudien verband viel Hülsenfrüchte und Soja mit einem deutlich niedrigeren Risiko für Bluthochdruck. Am stärksten war der Zusammenhang bei rund 170 g Hülsenfrüchten und 60–80 g Sojaprodukten pro Tag — Mengen, die in einer pflanzlichen Küche gut erreichbar sind.
Ein Forschungsteam hat den EAT-Lancet-Index 2.0 vorgestellt — ein Werkzeug, das misst, wie stark eine Ernährung der überarbeiteten Planetary Health Diet folgt. Er aktualisiert die Zielwerte der Lebensmittelgruppen von 2019 und macht Studien zur planetaren Ernährung vergleichbar.
2025 stellten deutsche Betriebe rund 124.900 Tonnen Fleischersatz her — 1,2 Prozent weniger als 2024 und der erste Rückgang nach Jahren des Wachstums. Der Produktionswert lag bei 632,6 Millionen Euro. Trotz der Delle liegt die Menge noch immer mehr als doppelt so hoch wie 2019.
Die niederländische Marke LAZY (früher Lazy Vegan) ist erstmals flächendeckend bei Kaufland gelistet. Im Sortiment stehen rein pflanzliche Tiefkühlgerichte wie Tikka Masala, Curry Ramen und eine libanesische Falafel-Bowl, einzelne Filialen führen zusätzliche Sorten.
Die 30-Pflanzen-Challenge fordert dazu auf, pro Woche 30 verschiedene pflanzliche Lebensmittel zu essen — Gemüse, Obst, Hülsenfrüchte, Nüsse, Saaten und Kräuter zählen mit. gvpraxis ordnet den Trend für die Gemeinschaftsverpflegung ein: Bowls und Eintöpfe setzen genau diese Vielfalt schon heute um.
Das Green-Canteen-Netzwerk hat sich bei Freudenberg in Weinheim zur vierten Jahrestagung getroffen. Im Mittelpunkt: pflanzenbetonte Speisepläne, faire Lieferantenbeziehungen und die Frage, wie Planetary-Health-Prinzipien im Betriebsrestaurant-Alltag tragen. Zwei Häuser wurden rezertifiziert.
Tofu ist in vielen Supermärkten weiter schwer zu bekommen. Marktführer Taifun kämpft nach einem Maschinenschaden mit der Produktion, beide großen Hersteller finden zu wenig Personal — und gleichzeitig stieg der Absatz im März um über elf Prozent. Eine Entspannung wird erst im Herbst 2026 erwartet.
Die für Milchprodukte bekannte Unternehmensgruppe Theo Müller übernimmt den Beckumer Hersteller Berief Food — einen der ältesten Pflanzendrink-Produzenten Deutschlands (Soja, Hafer, Mandel, Tofu). Berief erzielte 2025 rund 113 Millionen Euro Umsatz. Die Übernahme steht noch unter Kartellvorbehalt.
ProVeg stellt acht vegane Festivals zwischen Mai und August zusammen — den Auftakt machen die Vegan Street Days in Stuttgart am Pfingstwochenende (23./24. Mai). Weitere Termine folgen in Hamburg, Leipzig, Heidelberg, Koblenz, Coburg, Flensburg und Völklingen.
Vom 4. bis 8. Mai 2026 läuft die bundesweite Aktionswoche Kitaverpflegung. Die Vernetzungsstellen der Bundesländer rücken eine pflanzenbetonte, abwechslungsreiche Verpflegung in den Mittelpunkt — passend zur DGE-Empfehlung von mindestens drei Vierteln pflanzlich.