Tägliche Nachrichten rund um pflanzliche Ernährung — kuratiert aus seriösen Quellen.
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In der Fachzeitschrift Neurology ist eine Auswertung erschienen, die wenig Zucker in der Schwangerschaft und in den ersten Lebensjahren mit einem niedrigeren Demenzrisiko im Alter in Verbindung bringt. Die Forschenden betonen: Das ist eine Beobachtung, kein Beleg für Ursache und Wirkung.
Das Robert Koch-Institut hat über vier Millionen Datensätze aus Schuleingangsuntersuchungen ausgewertet. Rund jedes zehnte Kind zwischen vier und sieben Jahren ist übergewichtig, etwa vier Prozent adipös. Als Faktoren nennt der Bericht wenig Bewegung und den Zugang zu gesunden Mahlzeiten.
Knapp ein Jahr nach dem Start haben über 500 Kitas, Schulen, Kantinen, Kliniken und Pflegeeinrichtungen den DGE-VerpflegungsCheck genutzt. Das digitale Werkzeug bewertet das Speisenangebot anhand der DGE-Qualitätsstandards und stuft es von A bis E ein.
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KlimaDocs und die Deutsche Gesellschaft für Ernährung haben eine gemeinsame Broschüre herausgegeben. Sie übersetzt die DGE-Empfehlungen in Alltagstipps, von saisonalem Einkauf bis zur Nährstoffversorgung bei vegetarischer und veganer Kost, und richtet sich auch an Praxen. Sie ist kostenlos.
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foodwatch hat zehn Erfrischungsgetränke in Deutschland und Großbritannien verglichen. Fanta enthält hier 7,6 statt 4,5 Gramm Zucker je 100 Milliliter, bei Capri-Sun Mango sind es 8,1 statt 1,0 Gramm. Die Organisation führt die Unterschiede auf die britische Herstellerabgabe zurück.
Auf eine Kleine Anfrage der Linksfraktion (Drucksache 21/6557) antwortet die Bundesregierung: Für die Ernährungssicherheit sehe man aktuell kein Risiko. Messbare Ziele zum Abbau der Tierbestände nennt die Antwort nicht — trotz Extremwetter und des hohen Ressourcenbedarfs der Tierhaltung.
Forschende der Universität Stirling haben 24 Fleischessende zu ihren Essenserinnerungen befragt. Ergebnis: Nicht Geschmack oder Bequemlichkeit binden am stärksten an Fleisch, sondern emotionale Erinnerungen an Kindheit und Familienfeste — etwa das traditionelle Weihnachtsessen.
Zehn Institutionen aus sieben Ländern erforschen im Projekt FOOD-FRAMES bis 2029, wie stark junge Menschen in sozialen Medien auf Fehlinformationen zu Ernährung stoßen. Die Universität Bayreuth untersucht dabei auch, wie Ernährungs-Influencer arbeiten und was bessere Regeln bewirken könnten.
Das Hamburger Biotech-Unternehmen MicroHarvest plant im Chemiepark Leuna Europas erste Industrieanlage für mikrobielles Protein: bis zu 15.000 Tonnen pro Jahr, per Fermentation aus regionalen Agrar-Nebenströmen wie Melasse gewonnen. Der Produktionsstart ist für die erste Jahreshälfte 2028 geplant.
Das Europäische Patentamt zeichnet die Lebensmittelwissenschaftlerin Angeliki Triantafyllou mit dem Europäischen Erfinderpreis 2026 aus. Ihr enzymatisches Verfahren aus den 1990er-Jahren macht Haferprotein löslich, ohne Bitterstoffe zu erzeugen — die technologische Grundlage der heutigen Hafermilch.
Die Deutsche Gesellschaft für Verbraucherstudien hat für den Kunden-Award 2026/27 auch 17 vegane Marken bewerten lassen. Bei der Kundenzufriedenheit liegt KoRo vorn, bei Qualität und Preis-Leistung die Rügenwalder Mühle — auf Basis von rund 1,4 Millionen Einzelbewertungen.
Der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte hat entschieden, dass ethisch begründeter Veganismus unter die Gewissensfreiheit (Artikel 9 EMRK) fällt. Geklagt hatten zwei Schweizer, die im Gewahrsam keine vegane Kost erhalten hatten — der Gerichtshof verurteilte die Schweiz zu Entschädigungen.