Tägliche Nachrichten rund um pflanzliche Ernährung — kuratiert aus seriösen Quellen.
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Der westfälische Hafer- und Sojadrink-Hersteller Berief Food sucht zusätzliches Wachstumskapital für die nächste Ausbaustufe. Das Unternehmen erwartet 2025 rund 112 Mio. Euro Umsatz und hat seit 2018 über 70 Mio. Euro in Produktionsanlagen investiert.
Eine neue Studie von AFC Consulting Group und The New Protein NL beziffert den deutschen Einzelhandelsumsatz mit pflanzlichen Alternativen 2024 auf 1,7 Milliarden Euro. Zwischen 2022 und 2024 wuchs der Markt im Schnitt 3,3 Prozent pro Jahr — Deutschland bleibt der größte EU-Markt.
Eine Preisauswertung von GFI Europe beim größten britischen Händler zeigt: Pflanzliches Hack ist 29 % günstiger als Hack aus Rind, Lamm und Schwein, pflanzliche Bällchen sogar 41 %. Hintergrund sind stark gestiegene Fleischpreise — Rindfleisch verteuerte sich in einem Jahr um über 10 %.
Der globale Einzelhandelsumsatz pflanzlicher Fleisch-, Fisch- und Milchalternativen erreichte 2025 laut Good Food Institute 28,9 Mrd. USD (+3 % gegenüber 2024). Die Investitionen in kultiviertes Fleisch sanken im selben Zeitraum von 139 auf 73,9 Mio. USD.
Der Earth Day am 22. April 2026 rückt unter dem Leitgedanken „Jeder Bissen zählt“ pflanzliche Ernährung in den Mittelpunkt. Die Aktion „Make your next meal plant-based“ benennt jede Mahlzeit als unmittelbar wirksamen Hebel gegen Treibhausgase, Land- und Wasserverbrauch.
Brüssel hat sich im Namensstreit um pflanzliche Alternativen geeinigt: „Veggie-Burger“, „Soja-Bratwurst“ und „Gemüse-Burger“ bleiben erlaubt. Bezeichnungen mit Bezug auf Tier- oder Fleischarten wie „Veggie-Steak“, „pflanzliches Hühnchen“ oder „Speck“ werden untersagt.
Drei Kohorten aus UK, USA und China (Tan et al., 17.04.2026) zeigen: Vollwertig-pflanzliche Kost senkt die Gesamtsterblichkeit um 19–29 % und verlängert die Lebenserwartung ab 65 um 1,2 bis 2,1 Jahre. Zucker- und weißmehllastige Pflanzenkost wirkt dagegen deutlich ungünstig.
Quelle: European Journal of Preventive Cardiology
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Die DGE hat am 16. April 2026 einen Überblick zum Stand der Mikrobiomforschung veröffentlicht. Thematisiert werden Zusammenhänge zwischen Darmflora, Übergewicht, Typ-2-Diabetes und psychischer Gesundheit sowie welche Ernährungsempfehlungen sich daraus ableiten lassen.
Quelle: Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE)
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Das Kompetenzzentrum für Ernährung (KErn) hat eine Übersicht gestartet, die über 30 deutsche Ernährungs-Online-Portale nach Transparenz, wissenschaftlicher Basis, Neutralität, Zielgruppensprache und Produkt-Trennung bewertet. Behörden und Fachgesellschaften schneiden demnach am zuverlässigsten ab.
Das Max Rubner-Institut untersucht mit der TILL-Studie bis 2027, ob verarbeitete Hülsenfruchtprodukte wie Nudeln denselben Stoffwechselnutzen bringen wie ganze Bohnen. 90 Erwachsene essen täglich 130 Gramm Leguminosen; gemessen werden Blutfette, Blutzucker, Sättigung und Darmflora.
Neue Forschungsergebnisse zeigen: Beim Diabetesrisiko kommt es weniger auf einzelne Nährstoffe an als auf das gesamte Ernährungsmuster. Eine überwiegend pflanzliche, ballaststoffreiche Ernährung mit Vollkornprodukten und Hülsenfrüchten schützt effektiver als isolierter Zucker- oder Fettverzicht.
Die DGE hat die Broschüre 'Rund um den Ernährungskreis' veröffentlicht — ein praktischer Leitfaden zur Umsetzung der 2024 aktualisierten Empfehlungen. Schwerpunkte: mindestens 75 Prozent pflanzliche Lebensmittel, tägliche Hülsenfrüchte und maximal 300 Gramm Fleisch pro Woche.
Quelle: Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE)
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