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Eine Studie der Uni Göttingen unter 1.051 jungen Erwachsenen zeigt: Hülsenfrüchte haben ein gutes Image, landen aber selten im Alltag — 3,3 bis 3,7 kg pro Kopf und Jahr statt empfohlener 6,5 kg. Fleischlose Ernährung stieg in der Altersgruppe seit 2021 von 12 auf 21 %.
47 Forschende haben mit zehn globalen Modellen berechnet, was eine gesündere, pflanzlichere Welternährung bis 2050 verändern würde: 9 % weniger Agrarfläche, 76 % weniger Netto-CO₂ aus Landnutzung — bei stabiler Gesamtwertschöpfung der Landwirtschaft.
Matthias und Jacqueline Bär haben die über 60 Jahre alte Familienmetzgerei im bayerischen Sulzbach-Rosenberg in eine rein pflanzliche Manufaktur verwandelt. Aus einem Experiment mit zehn Kilo veganem Aufschnitt wurde JackFood — seit dem Ruhestand der Eltern 2025 ist der Fleischverkauf Geschichte.
Das US-Unternehmen Livekindly Collective, Mutter der Marke Like, übernimmt den Münchner Hersteller Greenforce Future Food. Die Vereinbarung wurde zum 1. Juli unterzeichnet; bis zur kartellrechtlichen Freigabe arbeiten beide Firmen unabhängig weiter. Greenforce galt zuletzt als finanziell angespannt.
Seit dem 1. Juli gilt in Österreich für Grundnahrungsmittel wie Brot, Kuhmilch und Gemüse ein ermäßigter Mehrwertsteuersatz von 4,9 statt 10 Prozent. Pflanzendrinks aus Hafer oder Soja bleiben dagegen bei 20 Prozent — steuerlich gelten sie als Getränke wie Limonade, nicht als Grundnahrungsmittel.
Ein neuer ProVeg-Report zeichnet ein differenziertes Bild des pflanzlichen Marktes: Während klassische Fleischalternativen an Schwung verlieren, gelten Pflanzendrinks als stabil und zutatenbasierte Proteine wie Tofu, Tempeh und Hülsenfrüchte als klare Wachstumstreiber.
Das Obst- und Gemüseunternehmen SanLucar steigt ins pflanzliche Eisgeschäft ein: Die neue Linie Fruitissimo umfasst sechs vegane Sorten mit bis zu 48,5 % Fruchtanteil — von Erdbeere bis Mango, dazu eine Haselnuss-Variante. Erhältlich ab Juli im 420-ml-Becher im Lebensmitteleinzelhandel.
Zum Welttag der Lebensmittelsicherheit am 7. Juni legt die WHO erstmals seit 2015 neue Schätzungen vor: Unsichere Lebensmittel verursachen jährlich rund 866 Millionen Erkrankungen und etwa 1,5 Millionen Todesfälle (Daten 2021). Kinder unter fünf Jahren tragen fast ein Drittel der Krankheitslast.
Eine Meta-Analyse von zwölf Langzeitstudien verband viel Hülsenfrüchte und Soja mit einem deutlich niedrigeren Risiko für Bluthochdruck. Am stärksten war der Zusammenhang bei rund 170 g Hülsenfrüchten und 60–80 g Sojaprodukten pro Tag — Mengen, die in einer pflanzlichen Küche gut erreichbar sind.
Ein Forschungsteam hat den EAT-Lancet-Index 2.0 vorgestellt — ein Werkzeug, das misst, wie stark eine Ernährung der überarbeiteten Planetary Health Diet folgt. Er aktualisiert die Zielwerte der Lebensmittelgruppen von 2019 und macht Studien zur planetaren Ernährung vergleichbar.
2025 stellten deutsche Betriebe rund 124.900 Tonnen Fleischersatz her — 1,2 Prozent weniger als 2024 und der erste Rückgang nach Jahren des Wachstums. Der Produktionswert lag bei 632,6 Millionen Euro. Trotz der Delle liegt die Menge noch immer mehr als doppelt so hoch wie 2019.
Die niederländische Marke LAZY (früher Lazy Vegan) ist erstmals flächendeckend bei Kaufland gelistet. Im Sortiment stehen rein pflanzliche Tiefkühlgerichte wie Tikka Masala, Curry Ramen und eine libanesische Falafel-Bowl, einzelne Filialen führen zusätzliche Sorten.