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VeganMittel

Vegane Zimtsterne – saftig, weich und ohne Ei

Zimtsterne leben vom Eischnee, und den ersetzt Aquafaba, das Abtropfwasser von Kichererbsen, erstaunlich gut. Es wird steif wie Baiser, trägt die weiße Glasur und hält den Mandel-Zimt-Teig zusammen. Mit den Tricks gegen klebrigen Teig und für eine Glasur, die beim Backen weiß bleibt.

Fünfzehn vegane Zimtsterne mit weißer Glasur in Reihen auf einem mit Backpapier belegten Backblech, daneben ein Sternausstecher, eine Schale Glasur mit Pinsel, Zimtstangen, gemahlene und ganze Mandeln auf einer dunkelroten Leinentischdecke

Vorbereitung

50 Min.

Zubereitung

35 Min.

Portionen

45

kcal / Portion

70

Nährwerte pro Portion

ca. · berechnet aus USDA-FoodData-Central-Werten
Fett
4.1g
Eisen
0.3mg

Richtwerte für 45 Portionen. Gewürze und Zutaten „nach Geschmack" sind nicht eingerechnet; die tatsächlichen Werte hängen von Marke und Menge ab.

Zubereitung

  1. Aquafaba vorbereiten

    Eine Dose Kichererbsen über einem Sieb abgießen und das Abtropfwasser auffangen. Du brauchst 100 ml. Ist es sehr dünnflüssig, 150 ml in einem kleinen Topf etwa 5 Minuten auf 100 ml einkochen. Das Aquafaba vollständig abkühlen lassen, am besten im Kühlschrank, denn kalt lässt es sich leichter aufschlagen.

  2. Baiser aufschlagen

    Aquafaba und Zitronensaft in einer fettfreien Rührschüssel mit dem Handrührgerät auf höchster Stufe 3–4 Minuten schaumig und weiß schlagen. Dann den Puderzucker esslöffelweise einrieseln lassen und weiterschlagen, insgesamt etwa 10 Minuten, bis eine dicke, glänzende Masse entsteht, die feste Spitzen bildet.

  3. Glasur abnehmen

    5 gehäufte EL vom Baiser in eine kleine Schüssel geben, abdecken und beiseitestellen. Das ist später die Glasur für die Sterne.

  4. Teig mischen und kühlen

    Mandeln, Haselnüsse, Zimt und Salz mischen und mit einem Teigschaber nach und nach unter das restliche Baiser heben, bis ein weicher, klebriger Teig entsteht. Den Teig in Frischhaltefolie wickeln und mindestens 2 Stunden, besser über Nacht, in den Kühlschrank legen. Erst dann lässt er sich gut ausrollen.

  5. Ausrollen und ausstechen

    Den Backofen auf 150 °C Ober-/Unterhitze vorheizen. Die Arbeitsfläche und das Nudelholz dick mit Puderzucker bestäuben oder den Teig zwischen zwei Lagen Backpapier legen und etwa 8 mm dick ausrollen. Den Sternausstecher vor jedem Stich in kaltes Wasser tauchen, dann löst sich der Teig leichter. Die Sterne auf mit Backpapier belegte Bleche legen. Teigreste zusammenkneten und erneut ausrollen.

  6. Glasieren

    Die Glasur mit einem kleinen Pinsel oder dem Rücken eines Teelöffels dünn auf die Sterne streichen und mit einem Zahnstocher bis in die Zacken ziehen. Ist die Glasur zu fest zum Streichen, ein paar Tropfen Wasser unterrühren.

  7. Backen

    Die Bleche nacheinander auf der mittleren Schiene je 10–12 Minuten backen. Die Glasur soll fest werden, aber weiß bleiben. Warm fühlen sich die Sterne noch weich an. Nimmt die Glasur Farbe an, ein leeres Blech auf die oberste Schiene schieben. Die Zimtsterne auf dem Blech auskühlen lassen, dabei werden sie fester.

Zimtsterne sind der Plätzchenklassiker, der ganz ohne Mehl auskommt: gemahlene Mandeln, Zimt und Zucker, zusammengehalten von Eischnee, obendrauf eine schneeweiße Glasur. Für die vegane Version brauchst du nur einen Ersatz für den Eischnee, und den findest du in jeder Dose Kichererbsen. Das Abtropfwasser, Aquafaba genannt, lässt sich mit Zucker zu einem festen, glänzenden Baiser aufschlagen. Ein Teil davon wird zur Glasur, der Rest bindet den Teig.

Gute Zimtsterne sind außen fest und innen weich und saftig. Dafür sorgen eine niedrige Backtemperatur und eine kurze Backzeit. Plane außerdem Zeit für den Kühlschrank ein: Frisch gemischt ist der Teig sehr klebrig und lässt sich erst nach ein paar Stunden gut ausrollen. Das Rezept gehört zu unseren veganen Plätzchen für die Adventszeit und passt zu Tag 28 unserer Challenge „30 Tage pflanzlich“.

Tipps und Variationen

  • Das richtige Aquafaba: Am zuverlässigsten gelingt das Abtropfwasser von Kichererbsen aus der Dose oder dem Glas. Schüssel und Rührbesen müssen fettfrei sein, schon ein Rest Öl verhindert, dass das Baiser fest wird. Die Kichererbsen selbst werden zu klassischem Hummus. Was in ihnen steckt, liest du bei Kichererbsen.
  • Wenn der Teig klebt: Das ist bei Zimtsternen normal. Gut gekühlter Teig, reichlich Puderzucker auf Arbeitsfläche und Nudelholz und ein Ausstecher, den du immer wieder in Wasser tauchst, helfen am meisten. Ist der Teig auch nach dem Kühlen zu weich, knete 1–2 EL gemahlene Mandeln unter.
  • Mandeln mit Haut: Gemahlene Mandeln mit Haut geben den Sternen ihre typische dunklere Farbe und mehr Aroma. Mit blanchierten Mandeln werden sie heller. Statt der Haselnüsse kannst du auch nur Mandeln nehmen, insgesamt 350 g. Mehr zu den Nährwerten findest du bei Mandeln und Haselnüssen.
  • Ceylon-Zimt nehmen: Der günstige Cassia-Zimt enthält deutlich mehr Cumarin als Ceylon-Zimt. Cumarin ist ein Aromastoff, der bei empfindlichen Menschen schon in kleineren Mengen die Leber belasten kann. Das Bundesinstitut für Risikobewertung rät deshalb allen, die häufig viel Zimt verwenden, zu Ceylon-Zimt (BfR: Fragen und Antworten zu Cumarin in Zimt). In der Plätzchenzeit, wenn auch Kinder mitnaschen, lohnt sich das besonders.
  • Damit die Glasur weiß bleibt: Jeder Ofen heizt etwas anders. Back zuerst ein Probeblech und schau ab der achten Minute nach. Umluft trocknet die Glasur schneller aus, deshalb gelingen die Sterne mit Ober-/Unterhitze am besten.
  • Aufbewahrung: In einer gut schließenden Keksdose, mit Backpapier zwischen den Schichten, bleiben die Zimtsterne 3–4 Wochen weich. Sind sie zu fest geworden, leg für einen Tag eine Apfelscheibe mit in die Dose und nimm sie danach wieder heraus.
  • Faire Zutaten: Zimt, Mandeln und Haselnüsse stammen oft aus Lieferketten mit schwierigen Arbeitsbedingungen. Worauf du beim Einkauf achten kannst, liest du in Vegan ist nicht automatisch fair.
  • Noch mehr Plätzchen: Für die Keksdose passen dazu unsere veganen Vanillekipferl und die Ausstechplätzchen aus den veganen Plätzchen.

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