Vegane Vanillekipferl – mürbe, zart und ohne Ei
Vanillekipferl gehören in jede Weihnachtsbäckerei, und vegan werden sie genauso mürbe und zart. Gemahlene Mandeln und kalte vegane Butter halten den Teig zusammen, echte Vanille sorgt für den Duft. Mit den Tricks, damit die Kipferl beim Backen und Wälzen in Form bleiben.

Vorbereitung
40 Min.
Zubereitung
24 Min.
Portionen
50
kcal / Portion
67
Nährwerte pro Portion
ca. · berechnet aus USDA-FoodData-Central-Werten- Protein
- 1g
- Ballaststoffe
- 0.4g
- Fett
- 3.8g
- Eisen
- 0.1mg
- Calcium
- 7mg
Richtwerte für 50 Portionen. Gewürze und Zutaten „nach Geschmack" sind nicht eingerechnet; die tatsächlichen Werte hängen von Marke und Menge ab.
Zubereitung
Trockene Zutaten mischen
Die Vanilleschote längs aufschneiden und das Mark mit dem Messerrücken herauskratzen. Mehl, gemahlene Mandeln, 80 g Puderzucker, Vanillemark und Salz in einer Schüssel gründlich vermischen.
Teig kneten
Die kalte vegane Butter in kleinen Würfeln dazugeben und alles zügig mit den Händen zu einem glatten Teig verkneten. Bleibt er bröselig, 1–2 EL kalten Haferdrink einarbeiten. Nicht zu lange kneten, sonst wird die Butter durch die warmen Hände weich.
Teig kühlen
Den Teig halbieren, zu zwei Rollen von etwa 3 cm Durchmesser formen, in Frischhaltefolie oder ein Wachstuch aus Pflanzenwachs wickeln und mindestens 1 Stunde in den Kühlschrank legen. Vegane Butter wird schneller weich als Milchbutter, deshalb ist dieser Schritt wichtig.
Kipferl formen
Den Backofen auf 175 °C Ober-/Unterhitze (155 °C Umluft) vorheizen. Von den Rollen etwa 1 cm dicke Scheiben abschneiden, jede zu einem etwa 6 cm langen Strang mit dünneren Enden rollen und zum Halbmond biegen. Mit etwas Abstand auf ein mit Backpapier belegtes Blech legen und das Blech 10–15 Minuten in den Kühlschrank stellen, damit die Kipferl beim Backen ihre Form behalten.
Backen
Die Kipferl 10–12 Minuten auf mittlerer Schiene backen, bis die Spitzen gerade leicht golden werden. Der Rest soll hell bleiben, dann sind sie besonders zart. Das zweite Blech genauso backen.
In Vanillezucker wälzen
Den Puderzucker zum Wälzen mit dem Vanillezucker in einer flachen Schale mischen. Die Kipferl 2–3 Minuten auf dem Blech ruhen lassen, denn heiß brechen sie leicht. Dann noch warm vorsichtig im Zucker wenden, auf einem Gitter auskühlen lassen und zum Schluss ein zweites Mal wälzen.
Vanillekipferl sind der Klassiker der Weihnachtsbäckerei in Österreich und Süddeutschland: kleine Halbmonde aus mürbem Nussteig, die im Mund fast zerfallen und nach Vanille duften. Vegan gelingen sie genauso gut. Der Teig hält allein durch kalte vegane Butter und gemahlene Mandeln zusammen, Eigelb braucht es dafür nicht.
Das Geheimnis liegt in der Temperatur. Je kälter Teig und Blech sind, wenn die Kipferl in den Ofen kommen, desto schöner bleibt ihre Form. Und je heller sie aus dem Ofen kommen, desto zarter werden sie. Das Rezept ist Teil unserer veganen Plätzchen für die Adventszeit und passt zu Tag 28 unserer Challenge „30 Tage pflanzlich“.
Tipps und Variationen
- Die richtige vegane Butter: Nimm vegane Butter im Block mit mindestens 75 % Fett. Streichfette aus dem Becher enthalten mehr Wasser, dann laufen die Kipferl beim Backen breit.
- Mandeln oder Haselnüsse: Statt Mandeln kannst du gemahlene Haselnüsse nehmen. Die Kipferl werden dann etwas dunkler und kräftiger im Geschmack. Mehr zu den Nährwerten findest du bei Mandeln und Haselnüssen.
- Echte Vanille: Das Mark einer Schote im Teig macht den Unterschied. Die ausgekratzte Schote kannst du in ein Glas Zucker stecken, nach ein paar Tagen hast du selbst gemachten Vanillezucker für die nächste Runde. Vanille und Mandeln stammen oft aus Lieferketten mit schwierigen Arbeitsbedingungen. Worauf du beim Einkauf achten kannst, liest du in Vegan ist nicht automatisch fair.
- Wenn ein Kipferl bricht: Frisch aus dem Ofen sind sie sehr empfindlich. Lass sie kurz auf dem Blech ruhen und schieb sie dann mit einer Palette oder einem breiten Messer in den Zucker. Gebrochene Kipferl einfach mitwälzen, sie schmecken genauso gut.
- Aufbewahrung: In einer luftdichten Keksdose halten sich die Kipferl 2–3 Wochen und werden nach ein paar Tagen sogar noch mürber. Leg Backpapier zwischen die Schichten.
- Vorbereiten: Der Teig hält sich gut eingewickelt 2–3 Tage im Kühlschrank. So kannst du ihn am Wochenende vorbereiten und an einem Abend unter der Woche backen.
- Noch mehr Plätzchen: Unsere veganen Zimtsterne mit Aquafaba-Glasur passen perfekt dazu. Das Grundrezept für Ausstechplätzchen und alle weiteren Klassiker findest du in unseren veganen Plätzchen. Für die Kaffeetafel passt auch unser veganes Bananenbrot.
Das könnte dich auch interessieren

Vegane Lebkuchen – weich, würzig und mit Schokolade
Weiche Lebkuchen mit Mandeln, Orangenschale und viel Lebkuchengewürz, glasiert mit Zartbitterschokolade. Ahorn- oder Zuckerrübensirup übernimmt die Rolle des Honigs, ein Schluck Haferdrink die des Eis. Am besten schmecken sie, wenn sie ein paar Tage in der Dose durchziehen durften.

Vegane Zimtsterne – saftig, weich und ohne Ei
Zimtsterne leben vom Eischnee, und den ersetzt Aquafaba, das Abtropfwasser von Kichererbsen, erstaunlich gut. Es wird steif wie Baiser, trägt die weiße Glasur und hält den Mandel-Zimt-Teig zusammen. Mit den Tricks gegen klebrigen Teig und für eine Glasur, die beim Backen weiß bleibt.

Vegane Plätzchen: Grundrezept für Ausstechplätzchen und alle Klassiker
Unser Grundrezept für vegane Ausstechplätzchen und alle Klassiker der Weihnachtsbäckerei auf einen Blick: Vanillekipferl, Zimtsterne und mehr, jeweils mit eigenem ausführlichem Rezept.