Bessara — ägyptischer Kräuter-Dip aus Ackerbohnen
Bessara ist die grüne Verwandte des Hummus: Ackerbohnen, weich gekocht und mit einem großen Berg Kräuter püriert, obenauf knusprige Zwiebeln. Ein günstiger Dip aus der ländlichen Küche Ägyptens, der warm und kalt schmeckt.

Vorbereitung
15 Min.
Zubereitung
60 Min.
Portionen
6
kcal / Portion
282
Nährwerte pro Portion
ca. · berechnet aus USDA-FoodData-Central-Werten- Protein
- 11.9g
- Ballaststoffe
- 11.7g
- Fett
- 13.3g
- Eisen
- 3.4mg
- Calcium
- 70mg
Richtwerte für 6 Portionen. Gewürze und Zutaten „nach Geschmack" sind nicht eingerechnet; die tatsächlichen Werte hängen von Marke und Menge ab.
Zubereitung
Bohnen kochen
Bohnen spülen und mit 800 ml Wasser, 1 grob geschnittenen Zwiebel und 2 Knoblauchzehen aufkochen. Schaum abschöpfen und zugedeckt bei kleiner Hitze 40 bis 50 Minuten köcheln, bis die Bohnen zerfallen. Ab und zu umrühren und bei Bedarf einen Schluck Wasser ergänzen.
Kräuter zugeben
Petersilie, Koriander und Dill grob hacken und unterrühren, Kreuzkümmel, Koriandersaat, Chiliflocken und Salz zugeben und 3 Minuten mitköcheln. Länger nicht, sonst verliert das Grün seine Farbe.
Pürieren
Alles mit einem Stabmixer oder im Mixer glatt pürieren. Die Masse soll dick vom Löffel fallen. Ist sie zu fest, gib etwas heißes Wasser dazu. Beim Abkühlen zieht sie noch deutlich an.
Zwiebeln rösten
Die restlichen 2 Zwiebeln in dünne Halbringe schneiden. In 4 EL Olivenöl bei mittlerer Hitze 12 bis 15 Minuten knusprig dunkelbraun braten. Die letzten 2 Knoblauchzehen in Scheiben schneiden und in der letzten Minute mitbraten.
Abschmecken und anrichten
Zitronensaft und das übrige Olivenöl unter den Dip rühren und abschmecken. In eine flache Schale füllen, Zwiebeln samt Bratöl darübergeben und warm, lauwarm oder kalt mit Fladenbrot servieren.
Während Hummus längst in jedem Supermarkt steht, ist Bessara in Deutschland noch ein Geheimtipp. Dabei ist sie genauso unkompliziert: Bohnen weich kochen, viele Kräuter dazu, pürieren. Ihre leuchtend grüne Farbe und der leicht herbe Geschmack kommen von der Kräutermenge, und die dunkel gerösteten Zwiebeln liefern den süßen Gegenpol. Das Rezept gehört zu unserer ägyptischen Küche.
Nährwerte pro Portion
| Nährwert | Menge |
|---|---|
| Kalorien | 280 kcal |
| Eiweiß | 12 g |
| Kohlenhydrate | 31 g |
| Fett | 13 g |
| Ballaststoffe | 12 g |
Die Werte gelten ohne Brot und sind mit den USDA-Daten für ganze Ackerbohnen berechnet. Geschälte Bohnen enthalten weniger Ballaststoffe.
Tipps
- Wichtig bei G6PD-Mangel: Menschen mit dieser erblichen Enzymstörung sollten keine Ackerbohnen essen, weil sie bei ihnen eine schwere Blutarmut auslösen können (Luzzatto & Arese, N Engl J Med 2018). Mit geschälten roten Linsen bekommst du einen ähnlichen Dip. Die Garzeit sinkt dann auf etwa 20 Minuten.
- Welche Bohnen du brauchst: Am besten sind geschälte, halbierte Ackerbohnen, die du in arabischen Lebensmittelläden oder online bekommst. Sie sind hell und müssen nicht eingeweicht werden. Ungeschälte Bohnen werden herber und müssen vor dem Pürieren aus ihrer Haut.
- Kräuter nach Vorrat: Das Verhältnis ist nicht festgelegt. Auch Minze oder etwas Spinat passen gut. Wichtig ist nur die Menge, denn die Kräuter sollen zu schmecken sein.
- Tahin-Variante: Ein bis zwei Esslöffel Tahin machen den Dip runder und cremiger, ganz ähnlich wie bei unserem klassischen Hummus.
- Nicht verwechseln: Die marokkanische Bissara ist eng verwandt, wird aber meist als dicke Suppe gelöffelt und mit Kreuzkümmel und Paprikapulver gewürzt.
- Vorrat: Im Kühlschrank hält sich der Dip vier Tage. Die Zwiebeln bewahrst du separat auf, damit sie knusprig bleiben.
- Dazu passt: Ta’ameya zum Tunken oder Ful Medames als zweite Schale auf dem Frühstückstisch.
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